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Gedicht 119 Das Haus

Das Haus

Fühmorgens

räkelst Du Dich,

dass sich Deine

Balken biegen

und

Deine Antennen

den Himmel

abtasten

wie

zum Schwur

erhobene Finger.

Deine Garage reißt

gähnend

ihr Maul auf

und

ihr entrollt

fauchend

Deine Autozunge.

Deine Fensteraugen

öffnen ihre

müden Lider

automatisch.

Nächtliche Nässe

taut tropfend ab.

Du legst

Saharastaub

hennarot auf,

hübschst Dich an

machst

Innen- und Außenputz.

Deine Kaminpfeife

hüllt dich

rauchend ein,

dass die Wolken

husten.

Ein

betürendes Lächeln

entläßt fröhliche

Kinder.

Du enteckst

eckige

Hauskanten,

um dem morgendlichen

Hunderegen

auszuweichen.

Dann stolpert

unerwartet

ein Sturm

über

Dein Dach.

Er zwingt Dich,

Dich randvoll

zu besaufen

und

wütend wirfst

Du ihm Deine

Pfannen

nach

hennarote.

23.3.1990

 





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